Beiträge von Alexander Heumann zum Thema
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Fußnoten:
1 BVerfG, Urteil vom 29. 1. 2003, Az. 1 BvL 20/99 und 1 BvR 933/01, FamRZ 2003, 285 ff (mit Anm. Henrich in FamRZ 2003, 359) = BVerfG NJW 2003, 955
2 Statistisches Bundesamt 2002, (Angaben zu 2001), BVerfG aaO, 288
3 §§ 1666, 1666 a BGB iVm Art. 6 II 2, III GG
4 § 1626 a BGB iVm 1672 II 1 BGB
5 BVerfG FamRZ aaO, S. 291 li. Sp., und S. 292 rechts oben
6 BVerfG FamRZ aaO, 292 li. Sp. oben. Hingegen hielt BGH FuR 2001, 357 (mit Anm.
Schumann FuR 2002, 59 ff) = FamRZ 2001, 907 = NJW 2001, 2472 = MDR 2001, 871 (m. Anm. Finger) als III. Instanz (weiterer Beschwerde) im Verfahren 1 BvR 933/01 »§ 1626 a BGB gerade deshalb für verfassungsgemäß, weil den Gerichten in
geeigneten Fällen die Möglichkeit einer »verfassungskonformen Auslegung des § 1666 BGB« offenstünde, s. hierzu unten D.
7 BVerfG FamRZ aaO, S. 287
8 BVerfG FamRZ aaO, S. 292, re. Sp.
9 Ähnlich: Ewers, Kindeswohl und Verfassung, FamRZ 2000, 787
10 BVerfG FamRZ aaO S. 288
11 Wallerstein, J. S./Lewis, J. M./Blakeslee, S., The Unexpected Legacy of Divorce, The
25 Year Landmark Study, Hyperion, New York 2000, Deutsche Ausgabe:
Scheidungsfolgen – Die Kinder tragen die Last, Votum Verlag 2002, S. 228.
12 BVerfG aaO, S. 286, li. Sp. unten
13 BVerfG aaO, S. 289, li. Sp. unter Hinweis auf Wallerstein et al. aaO 228 f, BVerfG
FamRZ 1995, 789 mit Anm. Buhr, Ballof/Walter FamRZ 1990, 454,
Fürstenberg/Cherlin, Geteilte Familien (1993), S. 112 f, sowie Macobby/Mnookin
FamRZ 1995, 1 f (11)
14 BVerfG aaO S. 286 li. Sp. unten
15 Proksch, R., Rechtstatsächliche Untersuchung zur Reform des Kindschaftsrechts,
herausgegeben vom Bundesministerium der Justiz, Bundesanzeiger Verlag, Köln
2002
16 Proksch aaO, S. 153, und S. 404 f (»Gesamtergebnis«)
17 BVerfG FamRZ 2003, aaO, S. 290, li. Sp. unten
18 Schumann, FuR 2002, 59 f (64)
19 BVerfGE vom 3. 11. 1982, Bd. 84, 168 f, 182 f = FamRZ 1982, 1179
20 BVerfGE ebenda
21 Bergmann & Rexilius, in: Ev. Akademie Bad Boll (Hrsg.), Tagungsband 9/1998:
Psychologie im Familienrecht. Bilanz und Neuorientierung, S. 8 ff
22 Schon, L., Entwicklung des Beziehungsdreiecks Vater-Mutter-Kind, Verlag
Kohlhammer, Reihe Psychoanalytische Entwicklungspsychologie, 1995; Moll-Strobel,
H., Die Bedeutung von Mutter, Vater und Geschwister für das heranwachsende
Kind u. das Triangulierungskonzept, in: Bäuerle/Moll-Strobel: Eltern sägen ihr Kind
entzwei. Trennungserfahrungen u. Entfremdung von einem Elternteil, Auer Verlag
Schule und Unterricht, 2001, S. 108 ff; Fthenakis, W., Väter, 1985, Bd. I, S. 287
23 OLG München FamRZ 1999, 1006
24 Klenner, Szenarien der Entfremdung im elterlichen Trennungsprozeß, Entwurf eines
Handlungskonzepts von Prävention und Intervention, in: Zentralblatt für
Jugendrecht (ZfJ), Heft 2/2002; ders.: FamRZ 1995, 1229 ff s. auch OLG Frankfurt a. M. FamRZ 2002, 1585 f
25 A. A.: Salgo, Häusliche Gewalt und Umgang, Vortrag auf der Fachtagung ›Kinder und häusliche Gewalt‹, Juni 2002, Jagdschloß Glienicke, Berlin; Heiliger/Wischnewski, T.
(Hrsg.) Verrat am Kindeswohl, Erfahrungen von Müttern mit dem Sorge- und
Umgangsrecht in hochstreitigen Fällen, Verlag Frauenoffensive, München 2003:
»Mütter und Kinder werden ... ohne Rücksicht auf körperliche und seelische
Schäden, zum Kontakt mit erziehungsungeeigneten, oft gewalttätigen Vätern
gezwungen«. Ähnlich: Ostbomk-Fischer, Das »Kindeswohl« im Diskurs und Konflikt
zwischen Wissenschaft u. Praxis. Vortrag auf der Fachtagung »Bewertung des
neuen elterlichen Sorge- und Umgangsrecht aus Frauensicht« am 29. 11. 2000 in
München, in: Sozialmagazin, 26. Jg., Heft 6/2001; Dies.: Zentrale Probleme des
Umgangs mit dem neuen Kindschaftsrechtsreformgesetz – Neues Recht des Kindes oder Recht auf das Kind? (Vortrag auf der Bundesdelegiertenversammlung des
Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. vom 8. – 10. 6. 2001 in
Augsburg)
26 §§ 1626 III, 1684 I BGB
27 (Ab Anerkennung der Vaterschaft beim Jugendamt)
28 »Zur Problematik kinderärztlicher Atteste bei Umgangs- und
Sorgerechtsstreitigkeiten«: Andritzky, W., in: Kinder- und Jugendarzt 2002, 886 ff
und 985 ff (mit Ergebnissen einer Befragung)
29 Zum Umgang mit § 1686 bei hochstrittigen Fällen instruktiv: OLG Frankfurt FamRZ
2002, 1585 ff
30 Anderes gilt allenfalls für Zeugnisse oder Fotos.
31 Proksch aaO, S. 412/413 (leider zitiert das BVerfG die »Schlußfolgerungen« der
Studie nicht).
32 Grds. krit. zum Dogma der »beiderseitigen Kooperationsbereitschaft« als
Voraussetzung für die Aufrechterhaltung gemeinsamer elterlicher Sorge nach
Scheidung: Bode, Die Fähigkeit zur Kooperation – und bist Du nicht willig ..., FamRZ
1999, 1400 ff
33 »Die Antragsgegnerin des Ausgangsverfahrens zum Verf.-Beschwerdeverfahren
wies darauf hin, daß der Umgang ihres Kindes mit dem Vater einvernehmlich
geregelt sei. Die Sicherheit, die ihr die gesetzliche Sorgerechtsregelung gebe, habe zu diesem Einvernehmen maßgeblich beigetragen«. Aber für diese »Sicherheit«
würde das Aufenthaltsbestimmungsrecht als ›Herzstück‹ des Sorgerechts
ausreichen, ohne daß es gleich das gesamte Sorgerecht sein muß.
34 Zwar zeigt das Sozialrecht im Kontext nichtehelicher Lebensgemeinschaften, daß
sich das Bestehen einer häuslichen Gemeinschaft juristisch feststellen läßt. Die
erste Möglichkeit mag allerdings besser geeignet sein, ›Auslegungsstreitigkeiten‹
der Eltern zu vermeiden.
35 Finger, FamRZ 2000, 1204 (1207)
36 Palandt-Diederichsen, 62. Aufl. 2003, § 1626 a BGB, Rdn. 7; Sturm, StAZ 1998, 307;
offengelassen in BGH NJW 2001, 2472. Eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob das mit der Verfassung vereinbar ist, sucht man vergeblich im Urteil des BVerfG
37 Nichteheliche Familien gehen womöglich noch häufiger ›in die Brüche‹, als eheliche, bei denen schon lange eine Scheidungsquote von 1/3 auf dem Lande bis 1/2 in Großstädten (n. Napp-Peters) bekannt ist.
38 BVerfG aaO
39 Schumann, FuR 2002, 59 f (63)
40 BVerfG aaO, S. 287, li. Sp., Mitte; BT-Dr. 13/4899, 100; Motzner, in: Schwab,
Handbuch des Scheidungsrechts, 4. Aufl. III Rdn. 212; a. A. Finger, FamRB 2002,
335 (338); AG Berlin Tempelhof-Kreuzberg, FamRZ 2002, 568 (569)
41 Beispiel: OLG Hamm FamRZ 2000, 1239
42 Palandt-Diederichsen, § 1672 BGB, Rdn. 2
43 AG Korbach vom 16. 8. 1999, FamRZ 2000, 629 (Vorlage nach Art. 100 I GG iVm § 80 II BVerfGG)
44 Motzner, FamRB 2003, 80 (81)
45 Rauscher, Familienrecht, C. F. Müller Verlag, 2001, Rdn. 1100 a. E. Dieser Gedanke
läßt sich auch für den Bereich des Sorgerechts fruchtbar machen. Sowohl Umgangs-als auch Sorgerecht werden aus dem »natürlichen Elternrecht« hergeleitet und ist
»dem Kindeswohl gewidmet« (Rauscher aaO, S. 767).
46 S. hierzu: Andritzky, Verhaltensmuster und Persönlichkeitsstruktur entfremdender
Eltern: Psychosoziale Diagnostik und Orientierungskriterien für Interventionen, in:Psychotherapie in Psychiatrie, Psychosomatischer Medizin und Klinischer
Psychologie 2002, Heft 2, S. 166 ff
47 Nur mit Extremfällen befaßt sich jetzt eine Studie des Instituts für Rechtsmedizin der med. Fakultät der Universität Leipzig zu Mißhandlungen und Vernachlässigungen
mit tödlichem Ausgang. Dort geht man jetzt der Frage nach, ob durch geschärften
Blick auf die Vorzeichen das Leben der Kinder hätte gerettet werden können. Man
hofft, damit »Grauzonen zu erhellen«, erklärt die leitende Ärztin. Dafür würden
auch die kompletten Akten der Justiz studiert. www.uni-leipzig.de
48 Gutdeutsch, FamRZ 1998, 1488 f: »Kindesentführung: ins Ausland verboten – im
Inland erlaubt?« Z. T. benutzen Mütter ihre Kinder als »Faustpfand« (Klenner
FamRZ 1995 aaO), indem sie mit ihnen hunderte von Kilometern vom Vater
wegziehen und diesem so das Kind praktisch entziehen. Häufig werden sie hierbei
noch von staatlich finanzierten kommunalen Stellen unterstützt. Ausnahmsweise dem nichtsorgeberechtigten Elternteil ein Vetorecht gewährend: OLG Hamm, Az. 1
UF 86/98, (Quelle: Rheinzeitung vom 6. 4. 2002)